Lost Place B90

 

Persönlicher kann ein Lost Place wohl nicht sein: Einen Teil meiner Kindheit habe ich hier verbracht - natürlich bevor er zu diesem verlorenen Ort wurde. Ich bin sehr froh, dass dieser Ort noch nicht von Vandalen heimgesucht worden ist. Nach fast 30 Jahren habe ich dieses Haus das erste Mal wieder betreten. Über 30 Jahre ist es her, dass ich dort lebte. Durch die Entkernung ist nicht mehr von meinem alten Zuhause übrig. Doch waren überall noch Details und Gerüche wahrnehmbar, die sofort Erinnerungen weckten, die ich vergessen glaubte. Leider habe ich die meisten Bilder in der Aufregung schlichtweg versaut. Ein paar sind dennoch verwendbar.

So roch der Keller zum Bespiel noch wie früher. Ich erinnere mich noch genau, wie gespenstig ich ihn damals fand. Das fahle Licht schaffte es nicht bis zu den Enden des Ganges zu erhellen. So hatte ich als Kind den Eindruck, dass diese unendlich wären.

 

Von unserer Wohnung selbst ist nicht mehr viel übrig.

 

Ein typisches Treppenhaus aus "alten" Zeiten. Die harten Steinstufen bieten nach wie vor einen schönen Kontrast zu den Knarrenden Dielen auf den Etagenfluren.

 

 

Verstohlene Blicke in die anderen Wohnungen:

 

 

Noch spannender, weil verboten, war der Dachboden für mich:

 

 

Es ist interessant, wie einzelne Bilder auf die Menschen wirken. Folgendes scheint besonders erschreckend zu wirken:

 

Neulich habe ich erfahren, dass das Haus abgerissen worden ist. Vorbei die Hoffnung auf eine Wiederbelebung durch eine Sanierung. Ruhe in Frieden, altes Haus.