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Aus der Anstalt zurück

Aus der Anstalt zurück

Hiermit melde ich mich aus der Anstalt zurück. Moment Mal... aus der Anstalt? Ja - und zwar aus einer ehemaligen Munitionsanstalt der Luftwaffe des dritten Reiches. Sie diente der Fertigstellung und Lagerung von Luftwaffenmunition. Diese wurde in oberirdischen Bunkern gelagert, von denen heute noch einige erhalten sind.  Beim Herannahen amerikanischer Fronttruppen Ende März 1945 wurden die viele davon mitsamt der darin lagernden Munition von der Wehrmacht selbst gesprengt. Mehr möchte ich über den Ort selbst an dieser Stelle nicht verraten.

 

Die Muna ist einer der Orte, die eine seltsame Anziehungskraft auf mich ausüben. Ein Ort, der genauer erkundet werden wollte - nein musste. So war ich kürzlich zum dritten Mal dort. 

Ich kann mich noch gut an meinen ersten Ausflug vor zwei Jahren zur Muna erinnern. Mit pochendem Herzen lief ich damals den Zaun ab um irgendwo Einlass zu finden. Ich hatte keine Ahnung was mich erwarten würde. Der Zaun machte insgesamt einen gut gewarteten Eindruck und an vielen Stellen konnte man Reparaturen sehen. Wenn das das Grundstück doch nicht so verlassen war, wie ich dachte, wäre das Abenteuer schnell vorbei gewesen. Doch je weiter ich lief, desto häufiger wies der Zaun große Löcher auf. Teilweise so groß, dass man fast aufrecht durchlaufen konnte. Einige schienen regelmäßig genutzt zu werden, denn es bildeten sich schon kleine Trampelpfade. Ich entschied mich für das offene Tor, durch welches offenbar einmal Züge gefahren sein mussten, denn der Weg stellte sich bald als Schotterbett für Gleise heraus. (Bild oben, Mitte)

 

Das Grundstück stellte sich größer und unübersichtlicher dar, als ich erwartet hatte. Zwar habe ich einige Ruinen entdecken können, aber so richtig ergiebig schien mir das Gelände nicht mehr zu sein. Wurde etwa schon alles abgerissen? Der Wald dort glich einem Urwald. Hier sollten sich noch ein Bahnhof und ein kleiner Flugplatz verstecken. Aber ohne etwas besserer Vorbereitung würde ich mich müde suchen. Da es bereits dämmerte, kehrte ich also um.

 

Da ich beim zweiten Besuch bereits einen Zugang ausgespäht hatte und besser Vorbereitet war, fand ich auch ohne stundenlangem Herumirren schnell sehenswerte Objekte, wie zum Beispiel den Bahnhof und andere spannende Gebäude.

 

Es ist etwas der Aufregung geschuldet, dass die Schärfen der Fotos hier nicht so stimmen. Auf der einen Seite möchte man alles anschauen und fotografieren und auf der anderen möchte man nicht erwischt werden. Dadurch hatte ich nicht die nötige Ruhe und habe mir nicht die nötige Zeit für die Bilder genommen. Aber ich denke, es reicht um einen Eindruck zu gewinnen.

 

Der dritte Besuch galt eigentlich dem alten Flugplatz, den ich das letzte Mal aus Zeitgründen nicht mehr aufsuchen konnte. Nun ja... da habe ich jetzt wohl zwei Jahre zu lange gewartet. Vom Flugfeld ist gar nichts mehr zu sehen und vom Tower ist auch nur noch ein Haufen Schutt übrig, dem man nicht einmal mehr ansieht, dass es mal ein Gebäude gewesen ist. Gelohnt hat sich der kleine Ausflug dennoch: Das Wetter war super und zu entdecken gab es auch noch was.

 

Ich erfreue mich auch immer an die kleinen, teils kuriosen Dinge, die man oft an solchen verlassenen Orten finden kann:

 

 

 

 

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Bis bald. 

Kai.

 

Weiterführende Informationen zu Munitionsanstalten allgemein auf WIKIPEDIA.