Ehemalige Sowjetische Militärbasis Vogelsang (Zehdenick)

 

Angestachelt durch einen Artikel auf Spiegel-Online befand ich mich auf dem Weg nach Vogelsang. Dort sollte es eine ehemalige sowjetische Militärbasis und eine Geisterstadt geben: Das wäre der perfekte Abschluss der Reise! Während meine Navi geduldig die Restkilometer herunter zählte, stieg meine Spannung. Endlich passierte ich das Ortseingangsschild des Örtchens Vogelsang und kurz darauf kam auch schon der Bahnhof in Sichtweite an dem ich mein Auto abstellte.

 

 

Da ich meine Recherchen auf dem Handy gemacht hatte, hatte ich nur eine grobe Richtung in die es gehen sollte. Vorsichtshalber kalibrierte ich den Kompass neu um nicht schon gleich am Anfang in die falsche Richtung zu marschieren. 

 

Ein Stück ging ich den Bahngleisen entlang und überquerte sie an einem scheinbar länger nicht genutzten Übergang. Anschließend folgte ich einem asphaltierten Weg, der von den Gleisen Richtung Wald führte. Links vom Weg konnte man hier und da Gebäude erahnen. War das schon die Geisterstadt?

 

 

Ich ging quer Feld ein durch den Wald und näherte mich einem mit Stacheldraht eingezäunten Gelände. Doch hier und da gab es Lücken in der Umzäunung. Durch eine davon konnte ich den Zaun problemlos passieren. So wie es aussah befand ich mich auf dem Gelände der ehemaligen Basis, denn bei den meisten Gebäuden schien es sich um Lager oder ähnlichem gehandelt zu haben. Wohngebäude waren das sicher nicht.

 

 

Für den Anfang sah doch alles ziemlich viel versprechend aus. Nachdem ich das Gelände erkundet hatte, machte ich mich auf den Weg zur Geisterstadt. - Zumindest in die Richtung, in der ich sie vermutete. Nach wenigen Kilometern sah es dann tatsächlich so aus, als hätte ich sie gefunden. Nur leider stellte sich schnell heraus, dass von der Geisterstadt fast nichts mehr übrig war. Trotzdem war es spannend das Gelände zu erkunden.

 

 

Als kleinen Höhepunkt gab es dann wenigstens einen Bunker zu entdecken. Mit klopfenden Herzen stieg ich die Leiter hinab und befand mich in einer Art Lagerhalle oder Garage.

 

 

Als Abschluss der Reise war Vogelsang eindeutig eine Bereicherung. Als alleiniges Ziel wäre es allerdings eine Enttäuschung gewesen. Leider bin ich ein paar Jahre zu spät gekommen. Daheim stellte ich dann fest, dass der Spiegel-Online-Artikel bereits aus dem Jahr 2012 stammte. Inzwischen wurde fast alles abgerissen und der Natur zurück gegeben. Ich bin dankbar, dass ich überhaupt noch etwas zu Sehen bekommen habe. In ein paar Jahren werden wohl auch die letzten Reste verschwunden sein.

 

HIER ist der besagte Spiegel-Online-Artikel zu finden.