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Das Joachimsthalsche Gymnasium

 

Ich befand mich immer noch auf dem Weg nach Vogelsang als ich auf das Joachimsthalsche Gymnasium in Templin stieß. Ich passierte gerade das Ortseingangsschild als mir rechterhand ein großes, imposanten gelbes Gebäude auffiel. Auf dem ersten Blick erinnerte mich der Baustil an meine alte Schule in Chemnitz. Also wendete ich direkt an der nächsten Möglichkeit und stellte das Auto in der Nähe ab.

Beim Überqueren der Straße sah ich, dass es sich um einen ganzen zusammen gehörenden Gebäudekomplex handelte. Laut einer Infotafel handelte es sich um ein altes momentan nicht genutztes Gymnasium mit Internat.

 

Dieses humanistische Gymnasium wurde 1607 durch Kurfürst Joachim Friedrich gegründet. Nach seiner Zerstörung im 30-jährigem Krieg musste es noch einige Male umziehen, bis es in 1912 in Templin seinen neuen festen Standort fand. Die Stadt Templin spendierte einen Schülerwald, ein Bootshaus und ein Schwimmbad.

 

 

1956 hat man hier das letzte Abitur geschrieben. Anschließend wurden die Räumlichkeiten unter anderem noch als Institut für Lehrerbildung, Pädagogische Schule für Kindergärtnerinnen und Fachhochschule für Sozialpädagogik genutzt. Doch seit 1996 stehen die Gebäude ungenutzt leer. - Soweit die Kurzfassung des Aushanges am Eingang.

 

Das Häuschen neben dem Eingang ist allerdings eindeutig bewohnt - eventuell von einem Hausmeister. Da ich keinen Ärger wollte, beschloss ich das Gelände nicht zu betreten. Wenn ich heute darüber nachdenke, hätte ich einfach mal klingeln sollen. Wahrscheinlich hätte ich "offiziell" herumstreifen dürfen. So versuchte ich aber das Gelände zu umrunden um meine Neuger wenigstens etwas zu befriedigen.

 

 

Auf der Rückseite fand ich eine Turnhalle, die mich noch mehr an meine Schulzeit erinnerte. Als ich durch eines der vergitterten Fenster der Turnhalle schaute, war es, als wäre hier die Zeit stehen geblieben. Der Innenraum machte den Eindruck, dass jeden Moment eine Sportstunde anfangen könnte.

 

Überhaupt macht Grundstück insgesamt noch einen sehr guten und gepflegten Eindruck. Was die Vermutung mit dem Hausmeister bestätigt. Daher ist es nicht verwunderlich, dass versucht wird das Gymnasium wieder aus seinem Dornröschenschlaf zu erwecken. Mehr Infos dazu gibt es hier: http://www.joachimsthalsches-gymnasium.eu/. Mich würde es freuen, wenn das Projekt Erfolg hat. Schon allein um die schönen Gebäude zu erhalten.

 

 

Tiefer ins Gelände habe ich mich dann doch nicht getraut. Dennoch hat sich der kleine Überraschungsstopp gelohnt. Noch mehr gelohnt haben wird er sich, wenn sich dadurch Unterstützer finden lassen würden.

 

Wer also die Möglichkeit hat, sollte das Projekt unbedingt unterstützen:

 

http://www.joachimsthalsches-gymnasium.eu/#unterstuetzen-sie-uns

 

Es gibt auch eine Facebook-Seite:

https://www.facebook.com/Joachimsthalsches-Gymnasium-Eine-Schule-für-Europa-805226659560988/

 

Quellen:

http://www.joachimsthalsches-gymnasium.eu/

Infotafel vor Ort.