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Teil 2 - Eisenach-Tour

Wartburg und Eisenacher Burg

 

Am zweiten Tag standen die Wartburg und die Ruine der Eisenacher Burg auf dem Plan. Ich war noch ein Kind, es muss um 1989 gewesen sein, als ich die Wartburg das erste Mal besucht habe. Damals hatten mich die Burg und besonders das Luther-Zimmer und die Geschichte mit dem Tintenfass schwer beeindruckt.

 

Rückblickend muss ich sagen, dass die Burg zwar sehr schön ist, aber sich die Teilnahme der Führung nicht so richtig gelohnt hat. Das man kein Blitz in manchen Museen benutzen darf kann ich verstehen. Doch, dass man dann in den halbdunklen Räumen auch kein Stativ benutzen durfte, weil die Gummifüßchen den Boden zerkratzen würden, fehlt mir, besonders nachdem ich fürs Fotografieren extra zahlen musste, dann doch das Verständnis. Auch hatte kaum ein ausgestellter Gegenstand irgendwas mit der Wartburg zu tun gehabt. Das Luther-Zimmer wurde gerade renoviert und auch der Tintenklecks wurde nur kurz erwähnt während uns der Führer lustlos von einem Raum zum nächsten schob. Irgendwie fehlte der Charme...

 

 

Trotzdem hat sich der kleine Ausflug zur Wartburg gelohnt. Die Wartburg ist ein merkwürdig schönes Gebäude: Nichts wirkt wirklich authentisch, aber das kann und will es auch nicht. Die Burg war seit jeher ein lebendiges Gebäude. Und über die Jahrhunderte wurde immer wieder hier und da etwas dazu- oder umgebaut. Dadurch hat sich ein verträumt anmutender Mix an Baustilen ergeben, der durchaus seinen Reiz hat.

 

 

Auf dem rechten Bild sind die Reste des Luther-Zimmers (Stand April 2016) zu sehen. Mal sehen was noch daraus wird.


Nach der Führung machten wir uns auf den Weg zur Ruine der Eisenacher Burg welche sich laut Karte auf dem Nachbarberg der Wartburg befinden sollte. 

 

 

Von der Eisenacher Burg ist viel weniger übrig gewesen als erhofft. Wir haben zwei rechteckige Vertiefungen im Boden gefunden, die einmal Räume gewesen sein könnten. Auch einen Wasserspeier haben wir entdeckt. Es könnte auch sein, dass der Schnee noch einiges verborgen hat. Doch auch ohne altes Gemäuer hat sich der Weg dorthin gelohnt, denn die Aussicht war sehr schön. - Und vor allem hatte sich zu dem Zeitpunkt niemand außer uns dorthin verirrt.

 
Anschließend ging es zurück zum Auto und dann zum Campingplatz. Wir wollten die Sonne, die inzwischen kräftig schien, ausnutzen und unsere klammen Schlafsäcke zum trocknen rauszuhängen. Das Wetter wurde immer besser.