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Höhlen- und Schluchtensteig um Kell

Eh schon viel später als geplant, saßen mein Sohn und ich endlich im Auto. Doch wie schnell ist nichts passiert: Ich drehte den Schlüssel herum und dann passierte nämlich genau das: NICHTS! Zum Glück habe ich mir irgendwann mal ein Ladegerät für die Autobatterie gekauft welches uns die Tour nun retten sollte!

 

Etwa vier Stunden später trafen wir dann endlich in Niederlützingen, dem Startpunkt unserer Tour, ein. Ursprünglich sollte die Tour fast doppelt so lang werden als sie es dann schließlich wurde, aber mein Rucksack war mit seinen 35kg eindeutig zu schwer. Das gilt es für die Zukunft zu verbessern - auch wenn ich das Übernachtungszeug für zwei mitnehmen will.

 

 

Die Wanderung begann in Niederlützigen (A) mit einem ziemlich steilen Abstieg und bereits da wurde uns klar, dass wir uns am Ende der Tour da wieder hochkämpfen werden müssen. Ich sollte mir endlich angewöhnen besser auf die Höhenunterschiede bei der Planung zu achten - besonders mit so schwerem Gepäck. Das war nicht die erste Tour mit einem anstrengenden Finale!

 

A - Start/Ziel | 1- Trasshöhlen | 2 - Klosterruine Tönisstein | 3 - Wolfsschlucht | 4 - Wasserfall | 5 - Römerbrunnen | 6 - Römerquelle | 7 - Siebengebirgsblick | 8 - Pöntertal-Hütte | 9 - Schieferstollen (Karte von http://www.komoot.de)
A - Start/Ziel | 1- Trasshöhlen | 2 - Klosterruine Tönisstein | 3 - Wolfsschlucht | 4 - Wasserfall | 5 - Römerbrunnen | 6 - Römerquelle | 7 - Siebengebirgsblick | 8 - Pöntertal-Hütte | 9 - Schieferstollen (Karte von http://www.komoot.de)

 

Das Wetter war zwar für Ende Dezember viel zu warm, aber super zum wandern: Anfangs sogar mit Sonnenschein und blauem Himmel. Schon bald "stolperten" wir über die erste Trasshöhle, welche ich aus der Ferne erst für alte Mauerreste gehalten hatte.

 

Trasshöhle
Trasshöhle

 

Der Weg führte uns anschließend an einer alten Mühle und der Schweppenburg vorbei.

 

 

Dadurch, dass die Bäume und Sträucher fast komplett laublos waren haben wir mehr Höhlen gefunden als in der Karte eingezeichnet waren. Ich denke, dass der eine oder andere Eingang sonst verdeckt gewesen wäre. Für Jamie hätte die Tour an den Trasshöhlen schon vorbei sein können. Seine Motivation für die Tour war ein Video von Kai "Sacki" Sackman dessen Spuren wir hier zu folgen versuchten. Außerdem hätte er noch Stundenlang in den Höhlen herumkrabbeln können. Eine Höhlenübernachtung hätte er auch toll gefunden, aber ich wollte noch ein paar Kilometer machen.

 


Das nächste Ziel war die Klosterruine Tönisstein. Vom Kloster selbst war zwar nicht mehr viel zu sehen, aber der laublose Wald und die wenigen Mauerreste verliehen dem Ort eine gespenstige Aura. (Mehr vom Kloster gibt es hier.)

 

Dann wurde es auch schon Zeit einen Lagerplatz zu finden. Da es zu dieser Jahreszeit früh dunkel wird mussten wir uns sputen. Deshalb gibt es nur dieses eine Foto vom Lager. Der Boden war etwas zu schräg um es wirklich bequem zu haben, aber die waagerechteren Stellen waren vom Regen zu sehr aufgeweicht. Wir werden uns wohl doch Hängematten zulegen müssen. Für eine Person findet man schnell einen Platz am Boden, aber für zwei nebeneinander wird es schon schwieriger.


Als es hell genug war, wir gefrühstückt und gepackt hatten ging es weiter zur Wolfsschlucht. Sie machte einen urigen und wild-romantischen Eindruck der leider durch die Straße, die direkt an ihr vorbei führt, gestört wird. Vielleicht ist das im Sommer besser, wenn alles grün ist.

 

Nach der Schlucht führten uns die Wege wieder weg von Straße.

 

 

Schließlich kamen wir auch an "Sackis Hütte" vorbei und nutzen die Gelegenheit für einen warmen Mittagssnack.

 

 

Gegen Ende der Tour stießen wir auf ein unerwartetes Highlight: Einen Schieferstollen. Im Gegensatz zu den meisten Stollen die ich bisher entdeckt habe war dieser nicht verschlossen, sondern offiziell begehbar. Hier gibt's mehr.

 

Freunde kommen hier zum privaten Teil der Tour. - Melde Dich bei mir, wenn Du es auch sehen möchtest.

 

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